Ein Erlebnis: Der Barfußpfad Wünnenberg

Elippse-Ausflugstipp für den Sommer: Ab auf den Barfußpfad

Juli – was gibt’s Schöneres als Barfußlaufen am Strand? Wer im Sommer nicht ans Meer fährt, braucht auf dieses Vergnügen aber nicht ganz zu verzichten: Der Barfußpfad in Bad Wünnenberg ist Ziel des Elippse-Sonntagsausfluges, den wir Ihnen in diesem Monat vorstellen möchten.

Fühlen mit den Fußsohlen

Barfußlaufen – eigentlich die natürlichste Sache der Welt. Das Kneipp-Heilbad Bad Wünnenberg hat im malerischen Aatal einen Barfußpfad erstellt, der nicht nur für Kinder ein Erlebnis ist. Auf dem Fühlparcours von einer Länge von gut einem Kilometer kann man spüren, wie prickelnd ein kühler Bachlauf, wie wohlig Rindenmulch, wie warm Steine und wie kitzelig kleine Kiesel sich unter den Sohlen anfühlen können.

Ein Erlebnis: Der Barfußpfad Wünnenberg
Ein Erlebnis: Der Barfußpfad Wünnenberg.
Foto: www.bad-wuennenberg.de

Wissen Sie eigentlich noch, wie schön sonnengewärmte Steine unter den Füßen sein können? Flach und glatt und warm, ein Gefühl wie damals im Freibad, wenn man nach dem Baden erst mal sein Handtuch auf den warmen Platten ausbreitete und die Wärme genoss, die von unten aufströmte. Und dann Gras, das nicht gemäht wird, sondern sich weich und warm unter die Fußsohlen schmiegt, platt getrampelt von unzähligen Füßen und dennoch weich und glatt. Fast kann man jeden Halm einzeln spüren. Herrlich. Sommer, Sonne, Garten.

Immer was neues unter den Sohlen

Zu dritt machen wir uns auf den Weg, den Barfußpfad in Bad Wünnenberg zu erkunden. Was soll das schon Besonderes sein, denke ich vorher. Wie Steinplatten, Sand und Gras sich unter den Füßen anfühlen, weiß doch jeder, oder? Das schon, aber sicherlich ist es auch die einzigartige Kombination der Bodenbeläge, die die sonntägliche Wanderung rund um den Paddelteich in Bad Wünnenberg zu einem sinnlichen Erlebnis der ganz besonderen Art werden lässt. Mal hart, mal weich, mal fest und mal glitschig, mal werden die Füße kräftig massiert, dann dürfen sie sich wieder erholen. Das ist schon etwas ganz besonderes.

Weiches Gras, pieksende Kiesel

Nach Steinplatten folgt Sand und Gras, ein kleiner Pfad von Rindenmulch schlängelt sich durch eine Wildblumenwiese. Riesige Baumstämme liegen zum Balancieren am Wegesrand. Dann geht es einen Holzsteg hoch – und dort liegen Holzscheiben, die aus einem dicken Stamm herausgesägt sind. Man spürt sogar die Jahresringe unter den Füßen. Und schon wird es wieder weich, Gras schmiegt sich unter die Sohlen, wie angenehm. Da kommt die erste Bewährungsprobe: Ein Bachlauf muss durchquert werden. Spitze Kiesel, eiskaltes Wasser. Aufgepasst beim Auftreten! Die Kälte kommt von unten die Beine hoch, eigentlich müsste man jetzt schneller gehen, aber das geht es nicht, das tut beim Auftreten weh. Endlich wieder fester Boden und Wärme unter den Füßen. Aber was ist das? Lauter kleine Kügelchen aus Blähton. Die tun richtig weh beim Laufen. Vorsichtig geht’s weiter, noch ein paar Meter. Alles piekst unter den Füßen. Da vorn: Eine Bank. Erst mal Pause machen. Die Füße kribbeln, erst die Kälte, dann die Massage. Langsam werden sie warm und ein wohliges Gefühl stellt sich ein.

Mutprobe im Schlamm

Immer wieder kreuzt sich der Barfußpfad mit den Spazierwegen durch den Park, auf dem die Anderen laufen, die mit Schuhen. Ein wenig mitleidig werden wir beäugt, wie wir über unseren Pfad staksen. Aber Mitleid ist hier fehl am Platze, denn so langsam kriege ich wirklich Spaß an der Sache. Meine Füße fühlen sich gut an, ich spüre richtig was unter den Sohlen. Weiter geht es über Kopfsteinpflaster, über groben Kies, dann etwas feineren, schließlich ganz feiner Sand. Dann eine Holzhängebrücke. Und was uns dahinter erwartet, das erinnert stark ans Dschungelcamp. Wir müssen durch knietiefen braunen Schlamm waten: Lauwarme Brühe, weicher Boden und irgendeine Form von Wasserpflanzen, die beim Laufen durch die Zehen rutschen. Ich sehe nicht, wohin ich trete, alles nur weich und warm…

…und rein in die Schuhe

Zum Schluss müssen wir dann noch mal durch einen Bachlauf, und hier können wir uns den braunen Schlamm dann auch von den Waden waschen. Geschafft. Am Start wieder angekommen und um eine Erfahrung reicher: Barfußlaufen, das ist etwas ganz und gar außergewöhnliches.  An einem kleinen Wasserbecken kann man sogar anschließend die Füße waschen, bevor man die Schuhe wieder anzieht. Wenn man sie überhaupt wieder anzieht…

Und hier geht’s zu den schönsten Barfußparks in der Nähe.

Wenn Sie auch einen Tipp für einen schönen Sommerausflug haben, dann schicken Sie uns doch Ihren Vorschlag – gerne auch mit Fotos!

Autorin: Sabine Hense-Ferch redaktion-lippstadt

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