Duo Casals

Duo Casals am 9.9. in Bad Sassendorf

Duo CasalsAm Montag, den 9. September ist im Rahmen des Hellweg-Festivals Sonho Brasileiro das Duo Casals in Bad Sassendorf zu Gast. Das Konzert beginnt um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche, Kirchplatz 1.

Zu erwarten ist ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis, das mit seinem Klangfarbenspektrum in der Kammermusik seinesgleichen  sucht. Felicitas Stephan (Cello)  und Wolfgang Lehmann (Gitarre) stellen vor allem spanische und lateinamerikanische Musik vor. Interpretiert werden in dieser außergewöhnlichen Besetzung u. a. Werke von Villa Lobos, Gnattali, Gismonti und Zenamon.

Karten sind im Vorverkauf bei hellweg-ticket.de erhältlich. Die Kosten betragen 10 € im Vorverkauf und 12 € für die sicher wenigen verbleibenden Karten an der Abendkasse.

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Lateinamerikanische Wurzeln des Duo Casals

Das Duo seit über 10 Jahren im In- und Ausland konzertierende Duo, hat sich nach einem der berühmtesten Musiker des 20. Jahrhunderts, dem spanischen Cellisten Pablo Casals, benannt.

Obwohl Felicitas Stephan und Wolfgang Lehmann an derselben Hochschule studierten, bedurfte es vieler Jahre und einer Reise nach Spanien, bis sie sich kennenlernten. Als sie sich 1996 schließlich im mallorquinischen Soller trafen, glich dies einer kreativen Faszination auf den ersten Ton: Beide in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt. Ein Duo entstand, das sein dramatisches Temperament in den großen Werken der spanischen nationalen Schule ebenso zum Ausdruck zu bringen vermag wie in den Pretiosen alter Musik.

Die Aktuelle CD „Brasileiro“ ist weder klassisch noch ehrwürdig. Es ist vielmehr eine Verbeugung vor großen Kompositionen der brasilianischen Gegenwartsmusik. Ihren Urhebern, allesamt polyglotte Weltbürger, geriete ein jeder Grenzbegriff zum Gefängnis ihrer Originalität: So verleugnen denn auch die Werke von Villa Lobos, Almeida, Gnattali, Gismonti und Zenamon nie ihre lateinamerikanischen Wurzeln. Sie vereinen vielmehr in brillantem Cross-Over die beispiellose, traditionsverbundene Rhythmik und Melodik brasilianischer Folklore mit Stilelementen des amerikanischen Jazz und Fragmenten europäischer Kammermusik.

Wolters schließlich, gebürtiger Deutscher, webt ebenfalls brasilianisches Kolorit in seine erdverbundenen Kompositionsmuster. „Wood Seasons“, eine Hommage an den Zyklus von Werden, Leben und Vergänglichkeit, sind eine Ersteinspielung – gewidmet dem Duo Felicitas Stephan und Wolfgang Lehmann.

Grenzüberschreitend nicht zuletzt der unkonventionelle Dialog zweier durch Tonlage, Material und Form verwandten, und doch so gegensätzlichen Instrumente. Dabei läßt erst die rhythmische Potenz der Gitarre die gesangliche Saudade des Violoncellos gerade zu körperlich spürbar werden: jene kollektive brasilianisch-portugiesische Wehmut, die menschliche Sehnsucht nach Vereinigung des Unvereinten.

Brasileiro“ ist meisterhafter Ausdruck dieses Sehnens: Der Traum von einer Welt jenseits der Grenzen, in der die Seele den Verstand regiert.

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