Theatertipp: Dominique Horwitz als Maler Rothko

Mit „ROT“ hat der Theater- und Drehbuchautor John Logan einen gut gebauten, witzigen und hintergründigen Theaterthriller geschaffen, voll unterhaltsamer und zugleich intellektuell anspruchsvoller Dialoge mit überraschenden Wendungen und Pointen.
Das Stück ist eine Hommage an den bedeutenden Künstler Mark Rothko, der vor allem in den 1950ern als Vorreiter der amerikanischen Kunstszene galt und geht  der spannenden Frage nach, warum der eigenwillige Künstler von dem überaus profitablen Auftrag, einen Werke-Zyklus für das u. a von Stararchitekt Mies van der Rohe entworfene Seagram Gebäude in New York zu schaffen, zurücktrat, obwohl er bereits über 30 Farbkompositionen geschaffen hatte.

Logans Stück hat mehr zu bieten als nur ein paar Kunstweisheiten, denn geredet wird nicht nur über Kunst, sondern auch über die Rebellion der Jugend, die Probleme des Alters und den Tod. Im lockeren, teilweise auch sehr witzigen Schlagabtausch zwischen den beiden ungleichen Männern, die in einem gemeinsamen rauschhaften Malakt Freunde werden, kommen auch ein paar recht unangenehme Wahrheiten ans Tageslicht. Ein großartiges, klug erzähltes Stück.

Dominique Horwitz schlüpft in der in der Rolle des selbstgerechten, tyrannischen, diabolische Rothkos, den Assistenten Ken gibt Benno Lehmann. John Logans West End- und Broadway-Hit aus dem Jahr 2009 gastiert in der Deutschen Erstaufführungs-Inszenierung von Torsten Fischer am 16. Januar im Stadttheater Lippstadt. Zu dieser Veranstaltung bietet die KWL eine kostenlose Stückeinführung von Linda Keil an. Treffpunkt ist um 19.15 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters.

Karten gibt es bei der KWL im Rathaus.

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