Alfred Kornemann liest am 4. Mai im Stadtmuseum.

Kornemann liest Jean Paul

Alfred Kornemann liest am 4. Mai im Stadtmuseum.
Alfred Kornemann liest am 4. Mai im Stadtmuseum.

Von Jean Paul, dem Dichter, der 1763 in Wunsiedel im Fichtelgebirge als Johann Paul Friedrich Richter zur Welt kam, wird manchmal gesprochen. Gelesen aber wird er selten. Das will Alfred Kornemann jetzt ändern. Am Sonntag, 4. Mai wird er um 11 Uhr im Stadtmuseum im Rahmen des „Wort am Sonntag“ aus „Das Leben Fibels“ lesen. Der Eintritt ist frei.

Dass Jean Paul verhältnismäßig unbekannt ist, mag daran liegen, dass er nicht eindeutig in eine Epoche eingeordnet werden kann.
Aus ärmsten Bedingungen kommt er, muss sein Leipziger Studium wegen fehlender finanzieller Ausstattung abbrechen. Aber er ist ein leidenschaftlicher Leser und Schreiber, liebt die satirischen Schriften seiner Zeit. Zuerst erscheint in seinem Werk liebevoll skizziert die Idylle seiner Umgebung, in der selbst Enge und Armut noch verklärt werden. Da entsteht dann „Das Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz“, oder sein „Quintus Fixlein“. Die dichterischen Gipfelleistungen erscheinen dann später in seinen großen Romanen.
Überall findet sich der Mensch verwurzelt in seinen Lebensumständen, die aber ebenso bewusst wie humorvoll angenommen werden.
Eine besonders humorvolle und für den Dichter Jean Paul so charakteristische Geschichte ist „Das Leben Fibels“, Namensgeber für das Lehrbuch, das den Schülern als Grundlage ihrer Bildung diente. Alfred Kornemann diese Geschichte im Stadtmuseum lesen. Man kann also einen zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Dichter kennen- und vielleicht sogar lieben lernen. Veranstalter ist der Kunst- und Vortragsring Lippstadt.