Lasen am Donnerstag in der Werkstatt aus Ihrem neuen Buch "...und sommertags ab an die Lippe": Christoph Motog (links) und Ingo Salmen. Foto: Sabine Hense-Ferch

Autorenduo las in der Werkstatt

Lasen am Donnerstag in der Werkstatt aus Ihrem neuen Buch "...und sommertags ab an die Lippe": Christoph Motog (links) und Ingo Salmen. Foto: Sabine Hense-Ferch
Lasen am Donnerstag in der Werkstatt aus Ihrem neuen Buch „…und sommertags ab an die Lippe“: Christoph Motog (links) und Ingo Salmen. Foto: Sabine Hense-Ferch

„Warst Du auch dabei?“ „Na klar!“ Viele Lippstädter aus dem Publikum fühlten sich in vergangene Zeiten versetzt, als Christoph Motog und Ingo Salmen gestern Abend in der Werkstatt aus Ihrem Buch „…und sommertags ab an die Lippe“ vorlasen, das jüngst im Wartberg-Verlag erschienen ist. Übrigens schon als dritter Band einer Reihe von Geschichten und Anekdoten aus Lippstadts Vergangenheit. Die beiden Journalisten lasen ihre Geschichten im Wechsel vor: Von Kalla Rummenigge, der auf dem Hof der Wilhelmschule Fußball spielte, seinem Bruder Michael, der seine Hochzeitstorte extra von Feinkost Käfer in München kommen ließ, als er am Tivoli seine Vermählung feierte, von den Anfängen der Ballettschule Mickeleit und schließlich von der Schausteller-Legende August Schneider. Der war übrigens höchstpersönlich zur Lesung gekommen, um die beiden Autoren zu unterstützen und aus seinem ereignisreichen Leben zu berichten: Dem harten Schicksal der Schausteller in der Kriegs- und Nachkriegszeit, deren Pferde beschlagnahmt wurden, weil man im Krieg für sie anderweitig Verwendung hatte. So waren die Schausteller erst einmal ihrer Existenz beraubt und mussten bei Verwandten unterkommen. Interessant und kurzweilig war die Lesung, vor allem Ingo Salmen verstand es, die rund 50 Zuhörer, die in die Werkstatt gekommen waren, durch seine lebendige Erzählweise in seinen Bann zu ziehen. Multimedial wurde es, als auch noch ein Film gezeigt wurde – vom Tag im Sommer 1980, als Franz-Josef Strauß als Kanzlerkandidat nach Lippstadt gekommen war – und sich einige Zuhörer tatsächlich im Publikum wiedererkannten. „Warst Du das?“ „Ja, klar. Guck mal. Mit langen Haaren und Dauerwelle….“

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