Spinnen im Herbstnebel Lippeaue 34

Zauberhafter Herbstnebel in der Lippeaue

Was für den Autofahrer der Nebel des Grauens sein kann, das ist für den zeitlich ungebundenen Beobachter in der Natur eine wahre Herausforderng für die Sinne. Im dichten Nebel – ich meine nicht eine von diesen dekorativen kleinen Nebelbänkchen, ich meine diese flächendeckende feuchte Farblosigkeit – im dichten Nebel riecht man Wasser, Erde, verrottendes Holz, im Zeitraffer wachsende Pilze, man fühlt die kühle, alles durchdringende Nässe auf der Haut, nimmt sogar die Töne anders wahr, wie durch eine Decke gedämpft und man sieht – Wenig, und das noch nicht mal in Farbe.

Doch nach einer kurzen Phase der Anpassung sieht man plötzlich Dinge, die ohne diesen Nebel verborgen geblieben wären. Unzählige Kunstwerke, filigrane Gebilde aus scheinbar schwebenden Perlen, unglaublich schön. Spinnennetze! Ich bin geneigt, meine Spinnenphobie gegen eine Spinnennetzphilie einzutauschen. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Und mit zunehmender Sonnenwärme und sich veflüchtigenden Nebels kommen auch die Farben zurück. Peter Fox besingt in „Schwarz zu Blau“die Morgendämmerung über Berlin. Ich kann nur jedem raten, am Wochenende mal durchzumachen, respektive früh aufzustehen, um morgens zeitig in den Lippewiesen aufzutauchen. Dann erlebt man die Lippstadt – Version: „Grau zu Bunt“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s