Sauerland: ein Abenteuerland nicht nur für Bogenschützen

Das mag auf den ersten Blick eher wie ein nicht sehr origineller Witz daher kommen, ist aber gar nicht so abwegig. Heute erlebt! Da, ein Knacken im Unterholz, der Terrier bleibt stehen und reckt seine vibrierende Nase witternd in den Wind.  Knapp vor uns duckt sich eine verschreckte Antilope und hofft, auf diese Weise der tödlichen Begegnung mit der großen Raubkatze zu entgehen.

Letzteres gelingt ihr tatsächlich, aber nur, um augenblicklich von dem sicher geschossenen Pfeil einer Amazone getroffen zu werden. So ähnlich geht es weiter, Schlag auf Schlag (besser Schuss auf Schuss). Wir treffen auf Schlangen, Wildschweine, Straussenvögel und sogar Elefanten, alle zum Abschuss freigegeben und alle aus synthetischem Material gefertigt. Man fühlt  sich ein bisschen, wie ein Statist in einem Abenteuerfilm. Niemand kommt zu Schaden und alle haben Spaß.

Dieser Parcours liegt im Briloner Wald und wird betreut und genutzt von den „Sauerländer Bogenschützen e. V“ und ist unter der Adresse Plattenberg 1, 59929 Brilon zu finden. Es ist wirklich toll gemacht und man kann herrlich wandern. Der Wald hat Urwaldcharakter, denn Umgestürztes bleibt liegen und wird alsbald von Schmarotzern bevölkert. Pilze, Moose, mächtige Farne, eine gute Mischung aus Nadel – und Laubhölzern und kleine Wasserläufe bedecken das recht hügelige Gelände.

Den ein oder anderen Ausrutscher sollte man einkalkulieren, denn die Feuchtigkeit macht Vieles zur Rutschpartie. Diese „Waldsafari“ macht übrigens auch Spaß, wenn man den Bogen zu Haus gelassen hat. Dafür ist die Gegend zu schön. Aber eine nachweisliche Trefferquote könnte die Freude sicher noch steigern. Ich bin bestimmt noch mal dabei, dann aber bewaffnet!

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