Swetlana König

Ab 25.01.2015: zeitgenössische Kunst im Dialog mit der Sammlung des Museums Abtei Liesborn

Ab Sonntag, den 25. Januar präsentiert das Museum Abtei Liesborn mit der Gruppenausstellung „Inversion“ künstlerische Arbeiten von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig im Museum Abtei Liesborn. Arbeiten der Künstlergruppe waren 2014 schon in dem Gemeinschaftsprojekt Home-Street-Home zu sehen.

In der neuen Ausstellung unter dem Motto „Variation, Modifikation, Evolution“ tritt die junge, zeitgenössische Kunst nun in den Dialog mit der Sammlung des Museums Abtei Liesborn ein.

Die umfangreiche Sammlung und der einzigartige Kruzifix-Bestand wurden zur kreativen Quelle und inspirierten die Studierenden bei der Erschaffung eigener Werke. Die individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen kulturellen Vermächtnis ist ein wichtiger Bestandteil des Studiums und kann innovative Perspektiven auf das persönliche Schaffen eröffnen.

Die meisten Werke sind neu und wurden eigens für diese Ausstellung konzipiert. Sie sind ein zeitgenössischer Kommentar zur Sammlung des Museums Abtei Liesborn und stellen dessen gesammelte historische Artefakte in ein neues Licht. In der imposanten Kulisse der barocken Residenz der ehemaligen Benediktinerabtei verändert sich dabei gleichzeitig auch die Wirkung der studentischen Arbeiten.

Gezeigt werden spannende und vielfältige Arbeiten aus den Bereichen

  • Photographie,
  • Malerei,
  • Skulptur,
  • Film,
  • Raum-Installation,
  • Klangkunst und
  • Performance,

die einen guten Überblick über das künstlerische Spektrum der HBK Braunschweig bieten, einer der bedeutendsten Kunsthochschulen Deutschlands.

Marlene Bart zerlegt und verfremdet Architekturfotografien oder deren Negative und konstruiert aus den verschiedenen Ebenen ein neues Bild. Ihr Fokus liegt hier auf dekorativen Elementen der ausgestellten Möbel in Kombination mit räumlichen Strukturen. Dabei bevorzugt die Künstlerin die Prozesse der analogen Photographie anstatt die der digitalen Bildbearbeitungsprogramme.

Im Gegensatz dazu dreht Timo Hoheisel die gewohnte Betrachterperspektive einiger Exponate um 180 Grad und bietet den Museumsbesuchern einen möglichen Einblick auf verborgene Seiten. Gleichzeitig verwehrt er dabei die repräsentative Vorderansicht den Blicken des Besuchers.

Phoebe Hartmann

Phoebe Hartmann nimmt Bezug auf die herausragende Kruzifix-Sammlung des Museums und untersucht die Ikonisierung von Objekten, indem sie ihre eigene Kruzifix-Skulptur in die Sammlung einreiht.

Swetlana König

Swetlana König thematisiert ihren persönlichen Umgang mit dem Begriff „Heimat“ und zeigt eine ausdrucksstarke Video-Performance, in der sie die Gegensätze von „Zugehörigkeit“ und „Fremdsein“ sprichwörtlich am eigenen Körper erfährt: In der Badewanne liegend, färbt sie ihren Körper abwechselnd schwarz oder weiß ein. Ein Kamin wird umfunktioniert zum Schauplatz dieser Dokumentation, wodurch die arrangierte Wasser-Szenerie noch befremdlicher erscheint.

Jaqueline Lisboa Silva

Mit Jaqueline Lisboa Silvas Raum-Installation öffnet sich dem Betrachter eine konstruierte Welt, die sich, je nach Blickwinkel, immer wieder neu aus semi-transparenten Ebenen zusammensetzt. Sie diente als Kulisse für eine sorgsam vor Ort choreographierte Performance, von der in der Ausstellung nur noch Markierungen des Bodens erzählen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung führt Claudia Stark eine Tanz-Performance mit eigens komponiertem Sound auf und hält sich selbst und dem Publikum den Spiegel vor.

Die Ausstellung wird von Alice Musiol kuratiert. Sie ist freischaffende Künstlerin und derzeit Stipendiatin des Dorothea-Erxleben-Programms 2013-15 des Landes Niedersachsen.

Zur Ausstellung erscheint ein von den Studierenden gestalteter Katalog mit künstlerischen und kunstwissenschaftlichen Beiträgen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, den 24. Januar um 17 Uhr in Anwesenheit aller Beteiligten statt.

Öffnungszeiten:

Di. – Fr.: 9 bis 12 Uhr und 14-17 Uhr
Samstag und Sonntag: 14 bis 17 Uhr
Montags und an allen Feiertagen geschlossen.

Die Ausstellung endet am 05.04.2015

Kunst Online

Künstler und Kulturschaffende, die an einer zeitgemäßen Online-Präsentation ihres Schaffens interessiert sind, werden vom Autoren dieses Beitrag (s. u.) gern mit Rat und Tat unterstützt. Dies betrifft neuen Internetseiten oder die Weiterentwicklung vorhandener Präsentationen. Zum Einsatz kommen dabei einfache und technisch leicht beherrschbare Online-Redaktionssysteme. Ein Beispiel aus der Fotografie: http://p9-photographie.de.

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