Gut besucht war die Veranstaltung der Stadt, die von Karin Rodeheger, rechts, moderiert wurde. Foto: Stadt Lippstadt

Willkommenskultur schaffen: Stadt sucht Ehrenamtliche für Flüchtlingsarbeit

Gut besucht war die Veranstaltung der Stadt, die von Karin Rodeheger, rechts, moderiert wurde. Foto: Stadt Lippstadt
Gut besucht war die Veranstaltung der Stadt, die von Karin Rodeheger, rechts, moderiert wurde. Foto: Stadt Lippstadt

Was tut die Stadt für die in Lippstadt lebenden Flüchtlinge und Asylbewerber und wie können engagierte Bürger sich für diese Menschen einbringen? Das waren die wichtigsten Fragestellungen der Veranstaltung, zu der Mitglieder der Stadtverwaltung am gestrigen Donnerstagabend in den Rathaussaal eingeladen hatten. Rund 100 interessierte Bürger waren  der Einladung zu der Versammlung gefolgt, die von Kämmerin Karin Rodeheger moderiert wurde. Zunächst erläuterte Johannes Althoff von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWL die Pläne für ein Flüchtlingswohnheim, das im Laufe des Jahres an der Stirper Straße im Bereich der Unterführung entstehen soll: Mehrere 60-Quadratmeter große Wohneinheiten werden hier gebaut und insgesamt Platz für 120 Flüchtlinge und Asylbewerber bieten, in erster Linie Familien. Das neue Domizil – in zwei- bzw. dreigeschossiger Bauweise geplant – soll die bestehenden Container an der Stirper Straße und langfristig auch das marode Flüchtlingsheim in der Hospitalstraße überflüssig machen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Frage, wie Bürger sich für Flüchtlinge engagieren  und eine lebendige Willkommenskultur in Lippstadt schaffen können. Derzeit kümmere sich eine Sozialarbeiterin um die Belange von mehr als 200 Menschen, die in Lippstadt eine vorläufige Heimat gefunden haben, so Fachbereichsleiter Manfred Strieth. Sie kommen aus Krisenregionen wie dem Iran und Irak, dem Balkan, Afrika, Syrien und Asien. Dass bei einer solch unzureichenden personellen Besetzung vieles Notwendige auf der Strecke bleibt, ist klar: „Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr engagierte Bürger finden, die ehrenamtlich diesen Menschen Starthilfe geben. Denkbar ist es, beispielsweise für eine Familie eine Art Patenschaft zu übernehmen“, so Manfred Strieth. In den ersten Wochen könne es sehr helfen, dass man die Ankömmlinge zu Behördengängen oder zum Arzt begleite, ihnen die Stadt zeige, mit ihnen einkaufen gehe oder sich um andere Dinge des Alltags kümmere. Derzeit gebe es schon einige Lippstädter, die sich in diesem Bereich ehrenamtlich betätigen, die Möglichkeiten seien vielfältig. „Wichtig ist, dass Sie Zeit haben – auch mal in den Vormittagsstunden – mindestens Englisch sprechen und mobil sind, so dass Sie auch wenn es sein muss Fahrten übernehmen können“.

Aus diesen Ehrenamtlichen will die Stadt einen Helfer-Pool rekrutieren, der sich regelmäßig trifft und von der Stadtverwaltung geschult und unterstützt wird. Spontan meldeten sich an dem Abend zahlreiche Lippstädter und trugen sich in vorbereitete Listen ein. Wer darüber hinaus Interesse hat, kann sich bei der Stadtverwaltung bei den folgenden Ansprechpartnern melden:

  • Manfred Strieth, Telefon 980 – 690, manfred.strieth@stadt-lippstadt.de
  • Werner Kalthoff, Telefon 980 – 717, werner.kalthoff@stadt-lippstadt.de