Kantorei Lippstadt Weite Wirkt Festival

Bitte um Frieden aus tausend Kehlen

Das war schon ein imposantes Bild, das sich den Sängern und Sängerinnen der Kantorei Lippstadt am Samstagabend bot: Das gewaltige Rund des Gerry-Weber-Stadions in Halle, gefüllt mit knapp 4000 Zuhörern, dem großen Orchester der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford und 1000 weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Westfalen. Gemeinsam führten sie das Oratorium „The Peacemakers“ von Karl Jenkins auf. Dies geschah im Rahmen des Festivals der Evangelischen Kirche von Westfalen:“Weite wirkt“, welches vom 6. bis 8. Mai am Gerry-Weber-Stadion stattfand.

In seinem Werk „The Peacemakers“ hat Karl Jenkins Worte von Friedensstiftern wie Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Mutter Theresa, Dalai Lama, Martin Luther King und Albert Schweitzer zusammen gesetzt und mit Zitaten aus der Heiligen Schrift und dem Koran zu einem Libretto verbunden. Kombiniert wurden die Texte mit grandioser Musik. Das groß besetzte Orchester und der Gesang aus mehr als tausend Kehlen boten ein beeindruckendes Klangvolumen.

Sehr aktuell wird das Oratorium, wenn im zweiten Satz der Chor die Bitte um Frieden in vielen Sprachen singt. Hier wird klar: Frieden brauchen alle Völker, Frieden braucht unsere ganze Welt.

Jenkins ist einer der am häufigsten aufgeführten Komponisten der Gegenwart. Der Klangzauberer aus Wales hat in den letzten Jahren immer wieder durch Cross-Over-Projekte aufhorchen lassen, die sich sowohl über Musikstile als auch religiöse Grenzen hinweggesetzt haben.

Die Kantorei freut sich darauf, das Oratorium „The Peacemakers“ am 11. September auch in der Marienkirche in Lippstadt aufzuführen. Welch ein schönes Datum für ein Werk, das vom Frieden singt.

Vielen Dank für diesen Beitrag an Silvia Jöhring-Langert

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