Lea Asja Pagenkemper

Ab 22.04.2017: Lea Asja Pagenkemper im Kunstturm

Am Samstag, den 22. April wird um 19:00 Uhr eine Ausstellung von Lea Asja Pagenkemper im Kunstturm eröffnet.

Die Künstlerin über Ihre Arbeit:

„Am Morgen steige ich aus dem Bett und mache das Radio an. Ich lasse die Welt hinein durch ein winziges Loch. Dann mache ich mir einen Kaffee und schlendere ‚rüber ins Atelier. Ich sitze in meinem uralten Ateliersessel und höre die Welt wie sie rumpelt und poltert, rieselt und tröpfelt,  manchmal fließt sie sogar und schaue die Bilder. Meistens beginnt es mit einer Farbe, mit einer Idee eines ganz bestimmten Farbklanges. Viel Zeit vergeht beim Anrühren und Mischen der Farbe.“

Ida Spavento über die Künstlerin und Ihre Arbeiten:

Die Künstlerin Lea Pagenkemper, gerboren 1979 in Berlin, präsentiert hier eine Bildserie unverkennbar zart und donnernd zugleich. Die meist großformatigen Leinwände sind gemalt mit leichter, leuchtender Farbe, sie verwendet Pigment gemischt mit Hasenleim direkt auf die unbehandelte Leinwand. Mit breitem Pinsel entstehen großzügige Formen, die ein Verhältnis eingehen mit der Farbe und der Oberfläche, die sanft und gleichzeitig fast spröde erscheint, roh und glitzernd.

Wie schon häufig in früheren Arbeiten zeigt sich auch hier ein erweiterter Sinn und Kontrast zwischen der Leere der Oberfläche und fragmentarischen Formen der Erinnerung. Diese abstrakten Malereien sind wie eine extreme Nahaufnahme, ein Zoom unterschiedlicher, sich berührender Zustände. Die Inspiration liegt hier in der Beziehung der Dinge zu einenader, wie sie im Raum erscheinen und ausgerichtet sind oder eben nicht. Das Freilassen, die Unberührtheit der Leinwand wird als Stilmittel Teil der Komposition. Farbe, Form und Oberfläche zeigen sich direkt und pur, jedes Element gleichwertig. Manche Bilder sind speziell für den Ausstellungsraum Kunst im Turm in Lippstadt entstanden, um im Ensemble in einen poetischen (Bild-) raum einzuladen.

„Lass dein Haar herab“ lässt die Assoziationen und Gedanken frei fließen und transportiert eine entzückende Beruhigung und Zärtlichkeit der Freiheit ähnlich dem Gefühl, wenn der Wind das Haar zerzaust und sich loslöst von der Fönfrisur.