140309-lippstadt-03

14.04.2017: Musik zur Sterbestunde Jesu in der Marienkirche

Regina Rothenbusch (Querflötistin)
Regina Rothenbusch

Unter dem Titel „Klagelied“ erklingt am Karfreitag, den 14. April um 15 Uhr in der Marienkirche Lippstadt eine Musik zur Sterbestunde Jesu. Meditative wie aufwühlende, dramatische wie hoffnungsvolle Musik für Querflöte und Orgel steht im Mittelpunkt. Mit Lesungen durch Liturg Christoph Peters und Liedern der anwesenden Gemeinde verbindet sich die Musik zu einem intensiven Erleben des Passionsgeschehens. Die Musik gestalten Regina Rothenbusch (Flöte) und Kantor Roger Bretthauer an der Orgel.

Zwei Sonaten des Barock bilden den Kern des Musik. Die Sonate g-Moll von Johann Sebastian Bach wurde ursprünglich für Flöte und obligates Cembalo geschrieben. Obligat bedeutet in diesem Fall, dass der Cembalopart weit über eine reine Basso-Continuo-Begleitung hinaus geht und zwei gleichwertige Gegenstimmen zur Flöte bildet. Entsprechend virtuos gestaltet sich das Spiel, welches sich auch gut auf einer Truhenorgel darstellen lässt. Die äußerst edle Intonation der Mebold-Truhenorgel in der Marienkirche lässt sogar dann Flöten- und Orgelklang in besonderer Weise miteinander verschmelzen. Die Sonate f-Moll von Georg Philipp Telemann besticht durch eine ausdrucksstarke Flötenlinie in Verbindung mit chromatischen Gängen voller Tiefgang im Basso Continuo. Vier Sätze (Triste – Allegro – Andante und Vivace) verbinden sich zu einem expressiven Werk.

Die Barockwerke werden ergänzt durch die bekannte „Sicilienne“ von Gabriel Fauré. Ursprünglich für Flöte und Klavier komponiert erklingt dieses in einer eigenen Bearbeitung mit Orgelbegleitung zu den großen Melodienbögen in der Flötenstimme. Dabei kommen, dem romantisch-impressionistischen Klangbild der Komposition entsprechend, viele Klangfarben in feinen Abstufungen der großen Ott-/Schukeorgel der Marienkirche zum Einsatz. Zudem erklingen beide Instrumente auch solistisch: Die Orgel mit der großen Choralbearbeitung „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ von Johann Sebastian Bach, die Flöte mit einer Fantasie e-Moll von Telemann.

[Text: Roger Bretthauer]

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s