Helfried Stange: Parasol

Ab 26.05.2018: „zweierlei“ im Kunstturm

Am Samstag, den 26. Mai wird um 19:00 Uhr ein Gemeinschaftsausstellung des KiT-Forums (Kunst im Turm) eröffnet. Titel: Zweierlei.
Von-Tresckow-Straße 11, 59557 Lippstadt

Öffnungszeiten nach der Eröffnung bis zum 20.06.2018:
Mi u. Sa 15 – 18 Uhr, So 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung

Teilnehmende:

  • Claudia Becker,
  • Gisela Blaha
  • Ulrike Blindow,
  • Norbert Feldhues,
  • Ljudmilla Günter,
  • Marlies Müller-Kaufmann,
  • Susanne Oppel
  • Irene Peil,
  • Antje Prager-Andresen,
  • Karl-H. Reichhardt,
  • Helfried Stange, (Beitragsbild)
  • Doris Voss,
  • Dieter Wassermann

Zu den Arbeiten:

Gemeinschaftsausstellungen wie diese sind immer besonders reizvoll. Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern mit ganz unterschiedlichen Biographien und Ambitionen einigt sich auf ein Thema und arbeiten dann viele Monate daran. Die Ausstellung zeigt „nur“ die Ergebnisse, die persönlichen Prozesse und dass, was in der Gruppe über die Zeit geschieht, ist symbolhaft hinter den Exponaten verborgen. „Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche dringt, tut es auf eigene Gefahr. Wer dem Symbol nachgeht, tut es auf eigene Gefahr.“ (Oskar Wilde). Der Betrachter ist also eingeladen, sich auf das Abenteuer zu begeben, hinter die Oberfläche der Exponate zu schauen – auch auf die Gefahr hin, sich selbst zu entdecken. Beispiele:

  • Ulrike Blindow (Schmuck) zeigt „Kerlchen“.
    Es sind kleine Lebewesen aus kohlenschwarzem Gagat, weiß durchscheinendem Alabaster, Bernstein, Speckstein, oder Holz, tragbar als Anhänger. Für die Ausstellung zweierlei treten die Kerlchen immer zu zweit auf, reagieren aber sehr unterschiedlich miteinander: streiten, anpassen, übereinstimmen…
  • Gisela Blaha (Malerei) befasst sich mit dem Zweierlei in Sport und Kunst.
    Sie sagt dazu: „Sport bedeutet Freude.
    Das Positive hat natürlich seine Schattenseite. Ein Zuviel kann auch nicht gesund sein! Meine Bilder haben 2erlei Ansätze. Eigene Fotos (Ausschnitte) mit meiner Malerei zu verbinden und in einigen Arbeiten die Freude aber auch die Übertreibung deutlich zu zeigen. Selbst wenn ich in einer Arbeit den Sport nicht zeige, wird das Thema im Kontext der Reihe deutlich.
  • Helfried Stange setzt das Thema „Foto-Grafisch“ um
    und bietet dem Betrachter „Ein zweifaches optisches Erlebnis“. „Als Fotograf und Maler nutzte ich digitale Fotografien, um durch gewagtes Umgestalten der vorhandenen Ordnung leblose ornamentale Strukturen entstehen zu lassen. In diesem kreativen Prozess werden die fotografierten Motive auf vielfältige Weise modifiziert. Sie werden auseinander genommen, aneinander gesetzt, horizontal und vertikal gespiegelt sowie farblich verändert. Betrachtet man die Fotografie aus der Nähe, entdeckt man diese ursprünglichen Motive, die der Struktur zugrunde liegen, als Menschen und/oder Objekte aus der Natur, Architektur oder Technik. Durch die Veränderungen, die ich vorgenommen habe, sind die abgebildeten Motive nicht mehr authentisch. Es hat sich durch ihre Bearbeitung eine neue, einzigartige Struktur entwickelt“, so der Künstler zu seinen Arbeiten.
  • Marlies Müller-Kaufmann (Malerei) zeigt „Brillanz der Dunkelheit“.
    Die Künstlerin zu ihren Bildern: „Einheitlich sind Format und Farbe. Das Zweierlei findet sich in der Oberflächenbeschaffenheit. Hier behauptet sich Schwarz gegen Schwarz. Matte Flächen konkurrieren mit glänzenden, glatte Bereiche stehen neben Struktur. Glanz und Struktur bieten Möglichkeiten der Reflexion, bringen das Schwarz zum Leuchten.
    Dagegen erscheinen die samtig, matten Untergründe wie eine zurückhaltende Bühne, auf der sich die glänzende Schwärze entfalten kann, ihre strahlende Wirkung hervorbricht und das Schwarz brillant erscheinen lässt.“
  • Antje Prager-Andresen (Malerei)
    „von Angesicht zu Angesicht“ ( à Julienne) . Die Künstlerin nähert sich in ihren Portrait-Darstellungen als Künstlerin und als Psychologin der individuellen Persönlichkeit ihres Gegenübers. In diesen Arbeiten untersucht sie mit sehr reduzierten Mitteln, wie atmosphärische Einflüsse, wie z.B. eine Farbstimmung – warm oder kühl – den wahrgenommenen Ausdruck einer Person verändern können.
  • Karl-H. Reichhardt (Skulpturen): „Ich habe einen Stein im Brett.“ Reichert sagt dazu: „Der Stein ist für mich quasi auch der „Stein des Anstoßes“, der mich veranlasst, darüber nachzudenken, wie ich die beiden Materialien Holz und Stein miteinander verbinden, bzw. zueinander in Beziehung setzen kann. Der Stein (einerseits) ist nicht als zu gestaltendes Material gedacht, sondern als Fundstück, etwas, was ich gefunden bzw. vorgefunden habe. Er wird weitgehend unbearbeitet verwendet, nicht gestaltet. Seine Beziehung zum Holz ist eher eine passive, mit ihm geschieht etwas. Das Holz (andererseits) ist Material, das ich aktiv gestalte und zu dem jeweiligen Stein in Beziehung setze. Die geschaffenen Formen machen etwas mit dem Stein. Durch das gestaltete Holz wird er zum Subjekt der Skulptur.

Details zur Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Lore Liebelt
Begleitprogramm: Jazz von und mit „TWO fort he road“ – Felix Krampen (Gitarre) & Uli Bär (Kontrabass).